„Ehrliche Arbeit beim FC Gütersloh“

„Ehrliche Arbeit beim FC Gütersloh“
September 5, 2017 Helmut Delker

Interview mit dem Kommunikationsprofi Frank Rettig von der Agentur AD HOC aus dem FCG-Stadionmagazin für das Spiel gegen den FC Schalke 04:

Der Kreis der Sponsoren wächst erfreulich. Und mit dem heutigen Benefizspiel gegen den FC Schalke 04 erleben wir einen weiteren Höhepunkt der Rettungsinitiative für unseren FC Gütersloh. Die Unternehmer vertrauen der neuen Führungsriege und setzen auf die Zukunft des Vereins. Kommunikationsprofi Frank Rettig, Geschäftsführer von AD HOC in Gütersloh, erklärt im Interview die wichtige Rolle des Oberliga-Fußballs als Imagefaktor für die Stadt und die ansässige Wirtschaft.

Warum engagieren Sie sich seit Jahren als Sponsor beim FC Gütersloh?

Für den Wirtschaftsstandort Gütersloh ist der traditionsreiche FC ein echter Glücksfall. Vor allem überregional werden bei vielen sofort positive Assoziationen geweckt. Das neue Vorstandsteam hat es in kurzer Zeit geschafft, dass auch in der Stadt und regional der Wert des höherklassigen Amateur-Fußballs wiederentdeckt wird.

Worin besteht dieser Wert?

Fußball hat eine sehr integrative Wirkung. Alt und Jung, egal welcher Nationalität oder Religion, egal ob Arbeiter bei Miele und Manager bei Bertelsmann – jeder wird am Fußball-Platz Teil einer Gemeinschaft. Das gilt nicht nur im Heidewald, sondern auch an der Seitenlinie beim Training oder bei den Spielen der Jugend. Ausdrücklich möchte ich hier die Arbeit der Jugendabteilung loben. In ihr haben auch meine beiden Söhne jahrelang aktiv gespielt. In der leistungsorientierten Talentförderung liegt ein wichtiger Teil der Zukunft des FC. Deshalb hat AD HOC neben dem Oberligateam von Beginn an auch immer die Nachwuchsarbeit unterstützt.

Wieso engagieren Sie sich in der Oberliga und nicht bei einem höherklassigen Profiteam?

Wir sind als spezialisierte Presse und PR-Agentur zwar bundesweit und auch international aktiv, aber für uns zählen beim FC vor allem die regionale Präsenz und der Austausch mit den hiesigen Unternehmern. Dieses Engagement hat sich trotz vieler FC-Kritiker auch in den zurückliegenden Jahren bewährt. Als zweites erhalte ich im Amateurfußball im Vergleich zu den stark kommerzialisierten Bundesligen einen sehr ehrlichen Gegenwert. Es macht einfach Riesenspaß, die eigene Leidenschaft für den Fußball mit anderen im Stadion zu teilen. Wenn ich mir zudem die engagierte Arbeit von Fatmir Vata und Marc Hunt mit den Jungs auf dem Platz ansehe, kann ich auch andere Unternehmer nur ermuntern, diese zu unterstützen.
Außerdem muss für den FC Gütersloh mittelfristig die Oberliga nicht die Endstation sein.

Quelle: Heidewald (Stadionmagazin des FC Gütersloh)