Frese-Tor bringt 1:1 beim Wuppertaler SV
Der FC Gütersloh ärgerte den Wuppertaler SV. Der FCG erkämpfte sich beim abstiegsbedrohten WSV ein 1:1 und leistete den anderen Teams in der Abstiegszone zumindest etwas Schützenhilfe. Das Tor erzielte (schon wieder) Niklas Frese. In der Tabelle der Regionalliga West belegt das Team von Julian Hesse zumindest bis Sonntag den fünften Platz. Im letzten Heimspiel der Saison empfangen die Gütersloher am Freitag um 19.30 Uhr die Zweite des VfL Bochum.
Im Vergleich zum 3:0 gegen die Sportfreunde Lotte stellte Julian Hesse auf zwei Positionen um. So rückten Torwart Roman Schabbing (für Jarno Peters) und Hannes John (für Len Wilkesmann) neu in die Startelf. Schon vor dem Anpfiff war klar: Wuppertal brauchte unbedingt einen Sieg, um im Abstiegskampf noch eine Chance zu haben, während der FCG befreit aufspielen konnte. So suchten die Wuppertaler die Flucht nach vorn. Bouzraa besaß die erste Möglichkeit des Spiels, als er frei vor dem Gütersloher Tor auftauchte, aber Roman Schabbing den Ball zur Seite boxte (3.). Das war's dann aber erst einmal. Wuppertaler bemühte sich nach Kräften und Gütersloh versuchte es mit schnellen Gegenangriffen, doch beide Teams sorgten zunächst für keine Gefahr. Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Fehr aus zehn Metern abzog und der FCG-Torwart mit einer Fußabwehr klärte. Drei Minuten später klatschte der Ball nach einem Kopfball von Jannik Borgmann an die Latte (30.). Es war die erste Torchance für die Gäste und die bis dahin beste Möglichkeit des Spiels. Und die Gäste legten nach und wieder war es Niklas Frese, der schon gegen Lotte zweimal traf: Erik Lanfer flankte den Ball in den Strafraum und Niklas köpfte den Ball unhaltbar ins Wuppertaler Netz (33.). Das Spiel nahm plötzlich Fahrt auf. Miyamoto vergab den schnellen Ausgleich für die Gastgeber, als er an Schabbing scheiterte (35.). Zwei gute Chancen, von denen eine verwertet wurde, reichten schließlich, um mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen.
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten zunächst dem FCG. Erik Lanfer mit einer gefährlichen Ecke, die keinen Abnehmer fand (48.), und Julius Langfeld (50.) setzen die ersten Akzente. Doch plötzlich schlugen die Wuppertaler mit der ersten starken Szene zu. Die Gütersloher bekamen den Ball zunächst verteidigt, doch Jeff-Denis Fehr traf aus der zweiten Reihe mit einem Sonntagsschuss zum 1:1-Ausgleich (55.). Zehn Minuten später kam Patrik Twardzik für den verletzten Luis Frieling. Beide Mannschaften suchten in der Folgezeit ihre Chance. Einen Querpass von Hannes John (72.) ließ Torwart Adamidis abprallen, aber Julius Langfeld war zu überrascht, um abzustauben. Auf der Gegenseite kam Bouzraa aus 16 Metern frei zum Schuss, aber ein Abwehrbein ging dazwischen (77.). Kurz danach versuchte es der Wuppertaler zunächst mit einem Fallrückzieher (78.) und dann mit einem Kopfball (82.), aber beide Male war Roman Schabbing zur Stelle. Wuppertal machte nun mehr Druck und setzte alles auf eine Karte, aber der FCG hielt mit solider Defensivarbeit dagegen. Ein Gewitter sorgte schließlich in der 89. Minute für eine Zwangspause, als Schiedsrichter Timo Gansloweit das Spiel wegen eines Gewitters unterbrach. Beide Mannschaften verschwanden in ihre Kabinen. Nach einer 13-minütigen Pause ging's weiter. Acht Minuten Nachspielzeit gab's obendrauf. Der WSV bemühte sich zwar, aber dem Gastgeber fiel nicht viel ein. Der Schiedsrichter sorgte für einen Wuppertaler Aufreger, als Santo im Gütersloher Strafraum zu Fall kam, aber wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte sah (106.). Die Gastgeber warfen in den letzten Minuten zwar alles nach vorne, aber es kam nichts mehr dabei heraus. So blieb es am Ende beim 1:1 – zu wenig für den ehemaligen Bundesligisten.
FC Gütersloh: Schabbing, John, Langfeld, Winke, Frieling (67. Twardzik), Reyes (60. Liehr), Korte (88. Weichert), Lanfer, Arkenberg, Borgmann, Frese (60. Maiella).
Tor: 0:1 Frese (33.), 1:1 Fehr (55.).
