Der FCG gewinnt einen Punkt beim SV Rödinghausen
„Das war ein gewonnener Punkt, mit dem ich gut leben kann.“ Trainer Julian Hesse sah, wie sich seine Mannschaft beim SV Rödinghausen schwertat und am Ende ein 1:1 (0:0) holte. Mit viel Glück hätte es auch zu einem Sieg reichen können. Am Freitag geht weiter mit dem nächsten OWL-Duell. Dann empfängt der FCG um 19.30 Uhr die U23 des SC Paderborn im NRG24 Stadion im Heidewald.
Julian Hesse schickte die gleiche Startelf ins Spiel wie eine Woche zuvor im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II. Zum ersten Mal seit seiner Verletzung gehörte Erik Lanfer wieder zum Kader und saß auf der Bank. Dafür fehlte Hannes John. In dieser Formation begann der FCG gefällig, und tastete sich mit kleineren Chancen allmählich in Richtung Tor fuhr. Doch dann fuhr den Güterslohern der Schreck in die Glieder, als Ex-FCG-Spieler Luis Frieling in den Strafraum stürmte und nach rechts auf den frei stehenden Klefisch passte. Doch der Rödinghausener drosch die Kugel in die dritte Etage (9.). Einmal durchatmen, bitte! Acht Minuten später gab's schon wieder eine Schrecksekunde, als Euschen aus kurzer Distanz neben das Tor schoss (17.). Der FCG besaß zwar mehr Spielanteile, aber Gefahr strahlte nur Rödinghausen aus. Gütersloh bemühte sich zwar das Spiel zu machen, hatte aber keine Torabschlüsse. Die hatten die Gastgeber: In der 37. Minute ging Euschen auf der rechten Seite auf und davon. Torwart Jarno Peters stürmte erst aus dem Tor, um zu klären, verschätzte sich aber und machte kehrt. Euschen lupfte den Ball über den zurück laufenden Peters hinweg, doch der lenkte den Ball zum Glück mit den Fingerspitzen an der Pfosten. Puh! So war 0:0-Halbzeitergebnis angesichts der Torchancen aus Gütersloher Sicht ein gutes Ergebnis.
Das Trainerteam reagierte und brachte zur Pause Jannik Borgmann (für Kevin Hingerl) und Len Wilkesmann (für Niklas Frese). Die Gäste kamen gut aus der Halbzeit. Und zum ersten Mal gab's eine Schrecksekunde für Rödinghausen. Torwart van Ingen leistete sich im Strafraum einen haarsträubenden Fehlpass. Julias Langfeld ging dazwischen, aber ihm versprang der Ball (53.). Gütersloh bestimmte jetzt das Spiel und erarbeitete sich einige Ecken, während die Gastgeber ihr Tor verteidigten. Doch es blieb ein Geduldsspiel. Der FCG spielte jetzt besser, war aber trotzdem nur selten gefährlich. Doch plötzlich zappelte der Ball im Netz, als Frieling den Ball nach einer Ecke ins Tor köpfte, doch der Ex-Gütersloher jubelte zu früh. Jarno Peters war im Fünfer umgestoßen worden, weshalb der Schiedsrichter das Tor abpfiff (63.). Nochmal tief durchatmen! Jetzt war Rödinghausen wieder da und sorgte erneut durch eine Ecke für Gefahr. Das Spiel nahm Fahrt auf. Auf der Gegenseite strich ein 16-Meter-Schuss von Aleksandar Kandic nur knapp am Tor vorbei (69.). Doch der FCG blieb dran. Ecke für Gütersloh: Rödinghausen bekam den Ball nicht weg und die Kugel landete bei Patrik Twardzik, der einfach drauf zog. Die Kugel wurde abgefälscht und kullerte über die Linie - 1:0 für den FC Gütersloh (72.)! War's das? Leider nicht. Rödinghausen schlug einen langen Ball in die Spitze, Frieling stürmte auf Peters zu, der vergeblich zu klären versuchte. Frieling kam zu Fall, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und Euschen verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (77.). Spätestens jetzt war es ein Krimi. Beide Mannschaften setzten jetzt auf Sieg. Doch heraus kam nur noch ein Aufreger, als Patrik Twardzik in der Nachspielzeit im gegnerischen Strafraum gelegt wurde, aber der Elfmeterpfiff blieb aus.
FC Gütersloh: Peters, Rother, Liehr, Langfeld (85. Maiella), Winke, Twardzik, Lukas, Hingerl (46. Borgmann), Kandic, Arkenberg, Frese (46. Wilkesmann).
Tore: 0:1 Twardzik (72.), 1:1 Euschen per Foulelfmeter (77.).
