FCG holt wilden 4:3-Sieg in Bocholt
Mit einem wilden Auswärtssieg beim 1. FC Bocholt hat der FC Gütersloh das Mini-Tief weg gepustet. Trotz einem 0:1-Rückstand nach 54 Sekunden gewann der FCG mit 4:3 (3:2) und holte sich drei ganz wichtige Punkte. Für die Entscheidung sorgte der zweifache Torschütze Patrik Twardzik, der in der 76. Minute den Schlußpunkt setzte. In der Tabelle der Regionalliga verbesserte sich das Team (zumindest bis Sonntag) auf den zweiten Platz. Am kommenden Samstag spielen die Gütersloher um 14 Uhr zu Hause gegen die Sportfreunde Siegen. Tickets gibt es bei Vereinsticket.
Der FCG ging mit einer neuen Startelf ins Spiel. Im Vergleich zum 1:3 gegen den SC Paderborn II stellte Julian Hesse auf vier Positionen um. So spielten Roman Schabbing (für Tim Matuschewsky), Jan Lukas Liehr (für Justin Lukas), Jannik Borgmann (für Kevin Hingerl) und Julius Langfeld (für Niklas Frese) von Anfang an. Für das umformierte Team begann das Spiel mit einer kalten Dusche. Schon nach 54 Sekunden zappelte der Ball im Gütersloher Netz. Die Bocholter leiteten ihren ersten Angriff über die rechte Seite ein. Die Flanke landete auf der anderen Seite an der Strafraumgrenze, von wo aus Ozan Hot den Ball rechts unten im Netz versenkte. Der FCG brauchte etwas, um sich von diesem frühen 0:1-Rückstand zu erholen. Nach zehn Minuten kamen die Gütersloher aber – und wie! Aleksandar Kandic spielte den Ball auf Len Wilkesmann etwa 20 Meter vor dem Tor. Len hatte viel Platz, legte sich den Ball passend zurecht und knallte die Kugel links unten ins Netz – 1:1 (19.). Und die Gäste blieben dran. In der 31. Minute passte Fynn Arkenberg auf der rechten Seite den Ball auf Patrik Twardzik im Strafraum. Twardze nahm Maß und schweißte die Kugel perfekt ins lange Eck. Plötzlich lag der FCG mit 2:1 vorne. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams ihre Chance suchten. So kamen die Bocholter zurück. Wieder flog der Ball von rechts in die Mitte. Zwölf Meter vor dem Tor stand Marvin Lorch frei und traf rechts unten ins Eck – 2:2 (41.). Doch das Schützenfest ging weiter. In der Nachspielzeit bekam Aleksandar Kandic im Strafraum den Ball und nahm ebenfalls Maß – wie eine viertel Stunde vorher Patrik Twardzik. Und Aleks hämmerte den Ball genauso ins lange Eck – 3:2 für Gütersloh (45.). Was ist denn hier los? So ging's nach einer turbulenten ersten Halbzeit in die Pause.
Turbulent ging's zunächst auch nach dem Seitenwechsel weiter. Und wieder erwischte Bocholt den besseren Start. In der 50. Minute setzte sich Fakhro auf der linken Seite durch, spielte in die Mitte und diesmal war es Tim Krohn, der den Ball über die Linie drückte. Damit stand es 3:3. Sollte es so stürmisch weitergehen? Vorerst nicht. Das Spiel kühlte sich merklich ab und vor beiden Toren passierte nur noch wenig. Das ging so bis zur 76. Minute, als Aleks Kandic von der linken Seite in den Fünfer flankte und Patrik Twardzik den Ball im Fallen aus zwei Metern über die Linie bugsierte. Die Kugel war wieder drin – 4:3 für Gütersloh (76.). Sollte das jetzt reichen? Es sollte auf jeden Fall noch harte Arbeit werden. Jannik Borgmann und Lennart Garlipp rasselten zusammen (83.). Die Verletzungspause dauerte sechs Minuten. Beide Spieler mussten ausgewechselt werden. In der achtminütigen Nachspielzeit setzte Bocholt alles auf eine Karte. Bei Standardsituationen ging auch Torwart Grave mit nach vorne, doch die Gütersloher hielten leidenschaftlich dagegen. Immer wieder war ein Abwehrbein dazwischen oder David Winke klärte mit dem Kopf. Und sonst war eben Torwart Roman Schabbing zur Stelle. Mit einer tollen kämpferischen Leistung brachte der FCG den Sieg schließlich über die Zeit.
FC Gütersloh: Schabbing, Rother, Liehr (85. John), Langfeld (58. Frese), Wilkesmann, Winke, Twardzik, Kandic, Lanfer (64. Lukas), Arkenberg, Borgmann (85. Hingerl).
Tore: 1:0 Hot (1.), 1:1 Wilkesmann (19.), 1:2 Twardzik (31.), 2:2 Lorch (41.), 2:3 Kandic (44.), 3:3 Krohn (50.), 3:4 Twardzik (76.).
