FCG gewinnt Kreisduell mit 3:1
Auf dieses Gefühl mussten die Fans des FC Gütersloh mehr als eineinhalb Monate warten. Genauer gesagt seit dem 1. September (6:0 gegen Hilden). Aber gegen den Nachbarn SC Wiedenbrück gelang nach zuletzt drei Niederlagen im NRG24 Stadion im Heidewald der ersehnte Heimsieg in der Regionalliga West: Vor 1.951 Zuschauern gewann der FCG am Ende verdient mit 3:1 (2:0). Matchwinner war wieder einmal Patrik Twardzik mit zwei Toren.
„Wir hatten sehr viel Kontrolle, wir haben viele Dinge richtig gut gemacht. Derbysiege sind besondere Siege, daher ist es ein toller Abend für uns“, sagte FCG-Trainer Julian Hesse.
Der Start im ostwestfälischen Dauerregen gehörte dem FCG. Die erste gute Chance hatte Paolo Maiella, der aber an SCW-Keeper Marcel Hölscher scheiterte (6.). Aus gut 25 Metern versuchte es dann David Winke, doch Hölscher lenkte den Ball zur Ecke (11.). Die brachte erneut Gefahr: Jan-Lukas Liehr schoss knapp drüber (12.). Aber auch die Gäste kam zu einer Offensivszene: Saban Kaptan zirkelte den Ball drei Meter übers Tor (14.).
Die verdiente Führung fiel in der 27. Minute: Björn Rother passte den Ball in den Strafraum zu Liehr, der legte noch einmal quer und Patrick Twardzik schoss zum 1:0 ein. Der 14. Saisontreffer des Torjägers. Nur gut drei Minuten später beinahe das 2:0. Len Wilkesmann kam über die linke Seite frei zum Abschluss und verfehlte das Ziel nur ganz knapp.
Der zweite Treffer fiel aber noch vor der Pause: Kevin Hingerl blockte den Schuss von Wilkesmann, aus der Drehung bugsierte er aus acht Metern die Kugel ins Wiedenbrücker Tor. Der zweite Treffer von Hingerl im FCG-Trikot: zweimal gegen Wiedenbrück. Bereits beim Erfolg im Westfalenpokal zu Saisonbeginn hatte er getroffen. Mit der letzten Aktion in Halbzeit eins schwächten sich die Gäste selber. Samuele Carella foulte erst Niklas Frese, dann meckerte er und fasste den Schiedsrichter an. Die Folge: Ampelkarte. Wiedenbrück musste mit zehn Mann weiterspielen.
Nach dem Wechsel machte der FCG in Überzahl gleich Druck. Erst scheiterte Twardzik per Kopf an Hölscher (48.), dann schoss Frese den Ball aus spitzem Winkel an die Latte (49.). Danach passierte lange Zeit nicht viel vor den Toren. Der FCG hatte alles im Griff, Wiedenbrück wollte zwar, es gelang aber nicht fast nichts. Dafür zeigte Twardzik wieder seine ganze Klasse. Nach einer scharfen Hereingabe von Justin Lukas stand der Goalgetter genau da, wo er hingehört. Er staubte zum 3:0 ab. Tor Nummer 15 für den Tschechen. Aber Wiedenbrück gab sich nicht auf. Marius Zentler wurde gut freigespielt und markierte das 1:3.
Weiter geht es für den FCG am Samstag, 31. Oktober, im Topspiel bei Borussia Dortmund II. Anstoß im Stadion Rote Erde ist um 14 Uhr. Immer weiter, FC!
FC Gütersloh: Peters – Arkenberg, Hingerl, Winke, Lanfer (87. Barthel) – Rother (90.+3 Möllers) – Liehr, Wilkesmann (87. Hoffmeier) – Maiella (71. Lukas), Twardzik, Frese (71. John). Tore: 1:0 Twardzik (27.), 2:0 Hingerl (44.), 3:0 Twardzik (75.), 3:1 Zentler (78.).
Schiedsrichter: Niklas Simpson (Castrop-Rauxel). Gelbe Karten: Wilkesmann, Hingerl, Barthel – Bochmann, Zentler, Krüger. Gelb-Rote Karte: Carella (45.+2).
