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Donnerstag, 26.02.2026 10:00 Uhr | Helmut Delker

Der FC Gütersloh stellt Lizenzantrag für die 3. Liga

Der FC Gütersloh hat die Lizenz für die 3. Liga beantragt. Rechtzeitig vor dem Stichtag 1. März hat der Verein seine Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht. Es ist das erste Mal seit 27 Jahren, dass sich der FCG für die Lizenz in einer Profi-Liga bewirbt. „Der Lizenzantrag und die 3. Liga sind für uns eine große Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Wir sind froh, dass wir es punktgenau geschafft haben und den Termin einhalten“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Hermann Kirschner, der sich zusammen mit Vorstandsbeisitzer Michael Swiers und Teammanager Rene Harder federführend um die Lizenzierung kümmert.

Aktuell führt Spitzenreiter Fortuna Köln die Regionalliga West mit großem Vorsprung an. „Uns ist bewusst, dass die Aufstiegschancen unserer Mannschaft zuletzt gesunken sind. Die Entscheidung, einen Lizenzantrag zu stellen, muss aber schon im Herbst getroffen werden und ist grundsätzlicher Natur, die nicht von zwei Niederlagen abhängt. Wir sammeln im Lizenzierungsverfahren wichtige Erfahrungen, die uns künftig helfen“, begründet Hans-Hermann Kirschner den Antrag. Schon im Herbst müssen die Vereine sich gegenüber dem DFB äußern, ob ein grundsätzliches Interesse an einem Antrag besteht, bevor im neuen Jahr die heiße Phase beginnt. Bei den beiden DFB-Pokalteilnahmen 2023 (gegen Holstein Kiel) und 2025 (gegen Union Berlin) musste der FCG zum Teil ähnliche Anforderungen erfüllen. Diese haben auch beim aktuellen Drittliga-Antrag geholfen.

Die wichtigsten Lizenzbedingungen sind ein Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und das Ohlendorf Stadion im Heidewald als geplante Spielstätte. Für die wirtschaftliche Bilanz hat der FCG von der Steuerkanzlei Oliver Jabs eine Bilanz erstellen lassen, die von einem Wirtschaftsprüfer testiert wurde. Hier mussten viele bilanzielle Details angepasst werden. Bei einem Aufstieg in die 3. Liga kalkuliert der FC Gütersloh mit einem Etat von knapp fünf Millionen Euro. Hier geht ein Dank an die Unternehmensgruppe Hagedorn und die anderen Sponsoren, die das ermöglichen.

In Sachen Stadion ist der FCG intensiv mit der Stadt Gütersloh im Gespräch. „Das Ohlendorf Stadion im Heidewald ist unser Zuhause und hier wollen wir auch in der 3. Liga spielen. Dafür ist viel zu erledigen, aber hier befinden wir uns in guten Gesprächen mit der Stadt“, berichtet Hans-Hermann Kirschner. Hier geht es unter anderem um zusätzliche Sitzplätze, die Flutlichtanlage und eine Rasenheizung. Welche Maßnahmen wann umgesetzt werden, wird im weiteren Lizenzierungsverfahren geklärt. Ziel des Vereins ist es, auch bei einem Nicht-Aufstieg das Stadion weiterzuentwickeln.