Federico Crisafulli ist seit fünf Jahren Platzwart auf Süd
Alle nennen ihn Baggio – wie den italienischen Vizeweltmeister von 1994. Doch der Baggio vom Sportzentrum Süd heißt nicht Roberto, sondern Federico und mit Nachnamen Crisafulli. Seit genau fünf Jahren ist Baggio Platzwart und Kioskbetreiber auf Süd. Er sorgt für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb und ist erster Ansprechpartner für die Jugendabteilung, die zweite Mannschaft und das XXL-Team. Und um die dritte Mannschaft kümmert er sich als Trainer gleich selbst. Zeit für ein Interview...
Baggio, Du bist jetzt seit fünf Jahren Platzwart und man merkt Dir an, dass Du das besonders gerne machst. Was macht Dir Spaß daran?
Ja, das ist richtig. Ich habe mir immer gewünscht oder besser gesagt vorgestellt Gastronomie und Fußball zu verbinden, weil das meine Leidenschaft ist. Dazu ist es sehr schön, die Entwicklung zu beobachten von den Kindern bis zu allen Vereinsmitarbeitern und Trainern.
Du bist Platzwart, betreibst den Kiosk auf Süd und trainierst die dritte Mannschaft. Das ist ja schon ein Fulltime-Job...
Das ist noch nicht alles. Ich betreue vormittags auch andere Sportplätze, was natürlich ein Plus für mich und den Verein ist. Dadurch bin ich im direkten Kontakt mit dem Fachbereich Sport, was die Aufgabe etwas erleichtert. Ich verbringe circa 60 Stunden in der Woche am Sportplatz Süd. Da gehört natürlich ganz viel Leidenschaft dazu. Die Dritte ist nach sieben Jahren mein Baby mittlerweile geworden. Das dient für mich zum Ausgleich. Natürlich möchte ich weiterhin Trainer sein, um meine Erfahrungen weiterzugeben. Gleichzeitig trainiere ich meistens mit, damit ich als Platzwart ohne Bauch bleibe.
Was mögen die Kids denn am meisten in Deinem Kiosk?
Die Kinder mögen natürlich alle Süßigkeiten, die ich anbiete. Es wird aber auch täglich frisches Obst angeboten, was aber kein Verkaufsschlager ist.
Was hat sich denn in diesen fünf Jahren verändert, seitdem Du Platzwart bist?
Die Organisation ist besser geworden sowie die Kommunikation und natürlich die Qualität der Spieler und Trainer. Zusätzlich habe ich es geschafft, eine tägliche Bewirtung zu leisten, was sehr geschätzt wird intern und natürlich auch von den Gegnern, wenn sie auf Süd spielen.
Gibt es denn Dinge, die aus Deiner Sicht besser auf Süd laufen sollten
Da ich die Einstellung habe, es geht immer besser...versuche ich diese Einstellung auf Süd weiterzugeben. Klar ist, dass es nicht immer einfach ist. Wir sind ja schließlich eine kleine Firma geworden mit circa 60 Trainer und 400 Kindern plus die Seniorenfußballer auf Süd.. Daher muss man eine gewisse Strenge haben und eine klare Linie.
Der FCG baut ja momentan ein Vereinsheim im Sportzentrum Süd. Wie wichtig ist das für den Verein und die Jugendabteilung aus Deiner Sicht?
Das ist eine ganz wichtige Sache, die längst fällig war. Da müssen wir uns bedanken, dass es jetzt umgesetzt wird. Das wird alles aufwerten, denn das Gelände bekommt ein anderes Bild. Dazu sind die Räumlichkeiten ein Plus. Alleine schon, dass wir WCs haben direkt am Platz, ist eine Bereicherung. Mit dem Vereinsheim wird für mich ein Traum wahr. Ich wollte schon immer gerne eine Sportsbar betreiben, da ich Gastronomie und Sport gerne verbinde. Und es ist klar, dass dadurch noch mehr Arbeit auf mich zukommt, weil wir weiterhin auf die alten Umkleiden angewiesen sind bei der Größenordnung, die wir im Verein haben. Ich habe aber die Leidenschaft, den Willen und die Energie dafür.
Möchtest Du noch etwas anmerken, Baggio?
Im Großen und Ganzen möchte ich mich bei den vielen Trainern und Spielern, die ich über die Jahre kennenlernen durfte, bedanken. Und natürlich bei den Eltern, die es möglich machen, dass die Kids zum Training kommen.
Ein Dankeschön geht an den Vorstand für die gute Zusammenarbeit und die Absprachen. Von meiner Seite aus können wir bis zu meiner Rente so weiter machen.
Ab nächstes Jahr werde ich nur noch für den FCG arbeiten und nicht mehr in Vollzeit für den Fachbereich Sport. Das wird zu viel auf Dauer. Ich bin ja nicht mehr so jung. Das hat aber auch den Hintergrund, dass ich dann mehr Zeit habe für mein zweites Zuhause auf Süd.
